Waisenhaus

Unser Gründer Thomas Geiselhart

1839
Thomas Geiselharts Schlüsselerlebnis in Empfingen: Nach der Beerdigung einer jungen Mutter kann er deren 13jährige Tochter durch eindringliche Worte an die Trauergemeinde innert einer Stunde in ein langfristiges Obhutsverhältnis vermitteln. Er gelobt, fortan all seine Kräfte für Waisenkinder einzusetzen.

1859
Waisenhaus "Bethlehem" in Sigmaringen. Geiselhart macht einen Anfang mit sechs Kindern und einer barmherzigen Schwester.

1861
Umzug ins "Haus Nazareth", ein landwirtschaftliches Anwesen auf dem Sigmaringer "Brunnenberg", das Geiselhart für 12.400 Gulden erwirbt. Aufnahme vieler Kinder.

1863
Schule am Heim.
Am 1. Juli 1863 treffen aus dem Mutterhaus der Kreuzschwestern von Ingenbohl (www.kath.ch/kloster-ingenbohl) zwei Pflege- und eine Lehrschwester ein.
Von da an können die 50-60 Schulkinder im "Haus Nazareth" unterrichtet werden.

1864
Das Waisenhaus wird auf Bitte Geiselharts durch den Erzbischof von Freiburg zum kirchlichen Eigentum erklärt.

1866
Nach dem Deutschen Krieg steigt die Zahl elternloser Kinder stark an. Das "Haus Nazareth" wird zum Waisenhaus für ganz Hohenzollern. Ein Neubau wird unumgänglich.

1867-69
Neubau, ermöglicht durch finanzielle und materielle Unterstützung durch das Fürstenhaus Hohenzollern, das Königshaus Preussen, viele andere Wohltäter und die Bevölkerung Hohenzollerns

1871-87
Kulturkampf - Verbot geistlicher Orden. Die Schwestern müssen gehen, mit ihnen auch ihr Vermögen - Geiselharts Haus ist am Rand des Ruins.

1891
Am 16. Juni stirbt Thomas Geiselhart.

1896

Die Schwestern aus Ingenbohl dürfen wieder im Haus Nazareth arbeiten.

1900-23

Leitung des Hauses durch Direktor Anton Birkle

1906-10

Erweiterungsbau "Ostflügel"

1920
Verkauf der Holzplastik "Christus und Johannes" (siehe Logo) aus der Zeit um 1330 an das Kaiser-Friedrich-Museum/Berlin zur Finanzierung der dringend notwendigen Wasserleitung.

1924-28

Direktor Norbert Beuter
Ausbau der Wasser- und Abwasserversorgung

1928-59

Direktor Karl Kaupp
Trotz wirtschaftlich und politisch schwieriger Zeiten: Umfangreiche innere und äußere bauliche Veränderungen: Garten, Zentralheizung/Warmwasser, elektr. Kühlanlage, Modernisierung von Küche und Waschküche, Kläranlage, Sportanlagen.

1939-45 / 2. Weltkrieg

Das "Haus Nazareth" bleibt von Zerstörung verschont.