Jugendhilfestation

„Um ein Kind aufzuziehen,
braucht es ein ganzes Dorf.“ 
Afrikanisches Sprichwort
 
 
Gemeinsam einen Weg entwickeln.
Als Türöffner und niederschwelliger Ansprechpartner agiert die Jugendhilfestation eng vernetzt im Sozialraum. Ziel ist es, Familien früh zu erreichen und entsprechend zu unterstützen, damit ein Bedarf für die Familien und jungen Menschen so früh wie möglich erkannt und angegangen werden kann. Um dies zu erreichen, arbeiten die Mitarbeitenden in einem räumlich überschaubaren und leicht zugänglichen Kontext, sind vor Ort bekannt und präsent, stehen innerhalb des Sozialraums in enger Vernetzung und verfolgen das Ziel einer integrativen Hilfeleistung innerhalb des Lebensfeldes der Betroffenen.

Präventionsarbeit
Durch eine gezielte ressourcenorientierte Arbeit mit der Möglichkeit zu gleichzeitig niederschwelligen Angeboten (z. B. offener Treff, Elterncafé) und präventivem Charakter außerhalb der Hilfen zur Erziehung soll Jugendhilfe in veränderter Form frühzeitig ansetzen und den klassischen defizitorientierten Hilfecharakter ablegen. Besteht ein Bedarf an intensiverer Hilfe, dann ist der Kernpunkt des Hilfeangebots im Rahmen der Jugendhilfestation die Auflösung der Grenzen der Hilfen zur Erziehung gemäß § 27 i. V. m. 29/30/31/32 SGB VIII hin zu einer passgenauen, auf die Problematik und Lebenssituation der einzelnen Kinder, Jugendlichen und Familien zugeschnittenen flexiblen Hilfeform, welche vorhandene Ressourcen der Lebenswelt sowie vorhandene Angebotsformen und Dienstleistungen innerhalb des Sozialraums (Beratungsstellen, Jugendsozialarbeit, etc.) aktiv in den Hilfeprozess integriert und diese bei fließenden Übergängen synergetisch miteinander und aufeinander wirken können.
 
Gleichzeitig kann auch beim Wechsel der Unterstützungsform darauf geachtet werden, dass die gleiche Bezugsperson für die Familie erhalten bleibt und auch das geänderte Setting begleitet. Die Jugendhilfestation wird somit zu einem Bestandteil der sozialen Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien, welche einen flexiblen Zugang zu offenen, fördernden und schützenden Angeboten gewährleistet.
 
Durch die Jugendhilfestation soll die damit verbundene Soziale Arbeit mehr denn je den Fokus verfolgen, Lebensräume wie auch soziale Räume aktiv mitzugestalten und durch die Nutzung der Ressourcen innerhalb des sozialen Raumes die dortigen Lebensbedingungen bereits unterhalb der Schwelle der Hilfen zur Erziehung zu verbessern.
Ansprechperson

Lars Brack

Jugendhilfestation Pfullendorf

Martin Ludwig

Referatsleitung